Atherothrombose/Thrombose


Thrombotische Erkrankungen in ihren arteriellen oder venösen Erscheinungsformen gehören heutzutage zu den häufigsten Todesursachen weltweit.

Die Atherothrombose ist die häufigste Todesursache in der Schweiz. Sie wird durch die Ruptur einer in der Arterienwand eingelagerten Plaque verursacht, was schliesslich zur Bildung eines Blutgerinnsels führt. Dies kann zur Verstopfung der Arterie und einer plötzlichen Unterbrechung der Blutversorgung führen. Akutes Koronarsyndrom, Herzinfarkt, Schlaganfall, transitorische ischämische Attacken und periphere arterielle Verschlusskrankheiten sind alles Erscheinungsformen ein und derselben Krankheit: der Atherothrombose.

In Europa führen die tiefe Venenthrombose (TVT) und die Lungenembolie, eine der Komplikationen einer TVT, jedes Jahr zu mehr Todesfällen als Brustkrebs, Prostatakrebs, AIDS und Verkehrsunfälle zusammen. Zur Embolie kommt es, wenn sich in den tiefen Beinvenen ein Blutgerinnsel bildet, was insbesondere bei längerer Bettlägerigkeit, bei Herzinsuffizienz, verminderter Mobilität, bei gewissen Tumoren oder nach einem chirurgischen Eingriff vorkommen kann. Ohne Behandlung kann das Gerinnsel zu einer Lungenembolie mit oft tödlichem Ausgang führen.